Die Jahreslosung 2017

Motiv Stefanie Bahlinger

Mit freundlicher Genehmigung: Jahreslosung im Verlag am Birnbach

Gedanken zum Bild der Jahreslosung 2017

von Stefanie Bahlinger, Renate Karnstein, Dirk Dombrowski und Andreas Spierling

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Neues Herz – neuer Geist: das klingt nach einem neuen, erneuerten Menschen. Da muss schon ganz schön was passiert sein, wenn so eine radikale Veränderung stattfinden soll. Ursache war zu Zeiten Hesekiels die Hartherzigkeit des Volkes Israel. Der Prophet geht noch weiter: In Gottes Augen ist das Volk lebendig tot. Diagnose: kaltes, altes Herz! Das Volk hatte sein Herz verhärtet und die religiösen und sozialen Bedürfnisse der Menschen mit Füßen getreten. Andere Götter scheinen attraktiver zu sein als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Dieser galt als verstaubt wie die Bibel in vielen Häusern. „Wenn die Sterne am Himmel stehen..“ dann gibt es viel zu deuten. Sie achteten auch mehr auf den eigenen Vorteil und vernachlässigten die Bedürftigen. Eigentlich – in gewissen Abweichungen – nichts Neues. Deutliche Worte – allen gemein ist, dass sich zeitnah Grundlegendes ändern muss. Dass es sogar lebensnotwendig sein kann. Auch der Prophet Hesekiel hat im Auftrag Gottes klare Ansagen zu machen. Keine leichte Aufgabe!

Erst recht nicht, wenn er sie an Gottes Volk richten soll, an Leute „mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen“. (Hesekiel 2, 4)

Aber wir wissen ja auch dass Gott nicht einfach aus seinem berechtigten Zorn alles niedermacht.

Zumindest hatte er ursprünglich anderes vor. Denken wir an den Garten Eden.  Da hatte Gott gesagt: Wer von dem Baum der Erkenntnis isst der wird sterben. Wir leben! Die Sintflut sollte ein Ende sein. Wir leben! Nach dem Turmbau zu Babel sollten die Menschen sich nicht mehr verstehen! Wir verstehen einander!

Weil Gott seine Meinung geändert hat. Nicht weil wir Menschen so tolle Typen sind, nein weil Gott sein Herz ändert. Es ist nicht kalt, regungslos – es schlägt und pulsiert für uns. Sein Herz gilt uns.

Der tödlichen Diagnose folgt eine lebensschaffende und erhaltende Therapie: Ich, sagt Gott, ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist. 860 x ist im Alten Testament  vom Herzen die Rede und 378 x vom Geist.

Vom Bild der Jahreslosung her lässt sich sagen:

Über ein dunkles, abgestorbenes Herz schiebt sich ein blutrotes, lebendiges Herz. Im Hintergrund entdecken wir eine Zielscheibe. Beide Herzen zielen darauf. Doch nur das rote trifft die goldene Mitte. In der goldenen Mitte der Zielscheibe sehen wir ein Kreuz. Das ist der heilsame Ort, an dem sich Himmel und Erde, Gott und Mensch begegnen. In Jesus kommt er mir ganz nah. Nichts kann ihn daran hindern, immer wieder einen Neuanfang mit mir zu wagen. Mit dem Kreuz legt Gott selber den Grundstein für meine Umkehr und Verwandlung. Mehr noch: für die Neuschöpfung. Das rote Herz streckt sich dem Licht entgegen, wächst in ein neues Leben hinein und wird überstrahlt vom goldenen Streif am rechten Rand. Gold steht für das Ziel meines Glaubens: ewig in der unmittelbaren Gegenwart Gottes zu leben.

Machen wir uns in 2017 gemeinsam auf den Weg – als Vortrupp des Lebens –  und lassen uns auf dieser Wanderung korrigieren und uns ein neues Herz und einen neuen Geist schenken – von Gott. Von dem, dessen Namen Jahwe ist: „Ich bin mit Dir.“